Suche
Gedanken und Zitate
Wenn es einen Grund gibt, warum Menschen sich den Stress einer intimen Partnerschaft antun, dann ist es der Wunsch, von jemandem verstanden zu werden.
Holzberg, Oskar Journalist.

Samstag, 5. Oktober 2013

Bei diesem rund achtstündigen Lesetörn geht es um die Polarforschung aus zwei verschiedenen literarischen Perspektiven. Zum einen sind es die Grönland-Expeditionen des amerikanischen Polarforschers Robert E. Peary, die aus der Sicht seiner Frau geschildert werden. Zum anderen ist es der tragisch endende Lebensweg des deutschen Pioniers der Polarforschung, Alfred Wegener. Barbara Andrae, vielseitige Musikerin aus dem Ammerland, begleitet die Lesungen auf dem Akkordeon und anderen Instrumenten mit klassischen Kompositionen, die dem Thema entsprechen.

Die Berliner Journalistin und Autorin Cornelia Gerlach wird aus ihrem Buch „Pionierin der Arktis – Josephines Pearys Reisen ins ewige Eis“ lesen. Für diese unkonventionelle Frau galt es als selbstverständlich, ihrem Mann auf seinen Expeditionen zur Seite zu stehen. Robert E. Peary war besessen von der Idee, den Nordpol zu bezwingen. Seine Überzeugung, ihn 1909 erreicht zu haben, ist aber bis heute wissenschaftlich umstritten. Josephine Peary, die 1893 ihr erstes Kind in der Arktis zur Welt brachte, half ihrem Mann bei seiner Forschungsarbeit. Darüber hinaus befaßte sie sich trotz anfänglicher Vorurteile zunehmend mit der Kultur der Inuit. Sie schilderte deren Lebensformen und Bräuche in ihren Tagebüchern und anderen Schriften.

Jo Lendle, Verleger und Autor in Köln, ab 2014 verlegerischer Geschäftsführer für die Hanser Literatuverlage, wird aus „Alles Land“, seinem biographischen Roman über Alfred Wegener lesen. Als der Geophysiker und Meteorologe 1912 seine Gedanken zur Kontinentalverschiebung der Öffentlichkeit vorstellte, nahm man ihn nicht ernst. Erst drei Jahrzehnte nach seinem Tod wurde seine Theorie anerkannt. Zu Lebzeiten hatte Alfred Wegener sich jedoch hohe Verdienste in der Meteorologie und Polarforschung erworben. Jo Lendle zeichnet in seinem Roman den abenteuerlichen Lebensweg eines leidenschaftlichen Forschers nach, aber er entwirft auch das Bild eines zweifelnden und ruhelosen Menschen, der immer wieder die Einsamkeit suchte und dennoch seiner Frau und seiner Familie sehr verbunden war. Im Jahr 1930 kam Alfred Wegener, erst fünfzigjährig, bei der letzten Grönland-Expedition um.

Die Schiffslesereise wird von der Stiftung der Oldenburgischen Landesbank gefördert. Die Teilnahmegebühr, die drei Mahlzeiten an Bord einschließt, beträgt Euro 85,00. Es sind noch Restkarten erhältlich bei Anne Schlegel, Tel. 04737 - 810 370.

 

Kommentar schreiben


Sicherheitscode
Aktualisieren